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Die Wassergenossenschaft Rauris

Kurzchronik

Die Wassergenossenschaft Rauris wurde am 1. Jänner 1874 gegründet. Die Gründungsurkunde wurde von der „k.k. österreichischen Gemeinde, dem Pfarramt und der k.k. Bergverwaltung“ unterzeichnet. Zu diesem Zeitpunkt erfolgte bereits die Versorgung des Ortskernes durch 20 öffentliche Brunnen, welche über eine Leitung aus Holzrohren von der Kaltenbrunnquelle versorgt wurden. Eine ausführliche Brunnenordnung regelte von Beginn an die Abnahme. Eine jährliche Abrechnung mit handschriftlicher Kassaführung ist akribisch genau in den Archiven der Genossenschaft dokumentiert. In den frühen Fünfzigerjahren wurden dann der Markt Rauris durch den Bau einer neuen Ortswasserleitung versorgt.
Ebenso wurde der von den beiden Rainbergquellen versorgte Ortsteil  in die Genossenschaft eingegliedert. Der steigende Verbrauch erforderte weiters die Erschliessung der Jagerbanklquellen und in den Sechzigerjahren dann das Projekt der Einleitung der 1.950 m hoch gelegenen Kramquelle über eine 7 km lange Quellzubringerleitung aus dem Gaisbachtal.
Die Entwicklung des Fremdenverkehres machte es Anfangs der Siebzigerjahre erforderlich, die niedrigen Quellschüttungen im Winter durch den Bau eines Tiefbrunnens im Maislaufeld, auszugleichen. Dieser Brunnen war nur wenige Wochen jeweils zum Winterende zum Einsatz gekommen und wurde im Jahre 2005 aufgelassen.

Die Erschließung der Fuchslochquelle in Bucheben und die Ableitung über eine 8 km lange Leitung nach Rauris ergänzt nun seit 2004 die Wasserversorgung des Marktes Rauris nachhaltig und ermöglicht noch einige Generationen lang eine Entwicklung ohne Wassersorgen.

Für die Genossenschaft war es  auch aus dieser Versorgungssicherheit heraus kein Problem, die Ortsteile Grub und Hundsdorf 2016 - 2019 mit einem Versorgungsnetz neu zu erschliessen und  die in diesen Bereichen geplanten Bauprojekte erst zu ermöglichen. Die  Bereitschaft eines Großteils der  Liegenschaftseigentümer im Bereich der Leitungstrasse zeitnah an die Ortsleitung anzuschliessen, machte die Finanzierung dieser Erweiterungen erst durchführbar.

Die steigenden Hygienevorschriften und die damit verbundenen Kontroll- und Dokumentationserfordernisse wurden, unterstützt durch örtliche Fachleute, immer genauestens eingehalten. Ein im Jahre 2012 durchgeführtes Benchmarking österreichischer Wasserversorger bescheinigte der Rauriser Genossenschaft einmal mehr einen ausgezeichneten Qualitätsstandard.

 

Dennoch war es erforderlich die Überwachung und Qualitätssicherung, einerseits durch den Einbau von echtzeitüberwachten Messeinrichtungen und andererseits durch die Einführung EDV - unterstützter Wartungs- und Dokumentationsprogramme, weiter auszubauen und an den neuesten Stand anzupassen. Die von den Funktionären nach wie vor ehrenamtlich ausgeführte Leitung der Genossenschaft, wird von diesen Einrichtungen ab 2018 massgeblich unterstützt und erhöht die Betriebssicherheit und Überwachung unserer Anlagen auch im Sinne der Sicherheit für die Verantwortlichen.

 

Über die vielen Jahrzehnte haben immer wieder Funktionäre im Sinne der Genossenschaft umsichtig und verantwortungsbewusst die Versorgung mit unserem wichtigstem Lebensmittel sichergestellt. Eindrucksvoll ist aus den Protokollen Zeitgeschichte und Zeitgeist herauszulesen. 

 

 

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